Helles Lager / Export

Obwohl die malzigen, kräftigen Lagerbiere in den hopfenbetonten Bieren Pilsner Brauart eine starke Konkurrenz haben, ist es ihnen gelungen, ihr Stammpublikum zu halten. Als „Bayrisch Hell” sind sie im Süden Deutschlands oder in Baden-Württemberg nach wie vor beliebte Biere.

In Bayern ist das Helle geradezu ein Grundnahrungsmittel, das zu den meisten Mahlzeiten selbstverständlich mit dazu gehört. Bischofshof braut fünf helle Biere: Das Bischofshof Urhell, das Lagerbier Regensburger Premium, zum Jubiläumsjahr 2010 das Exportbier Bischofshof Original 1649, das Party-Helle Bruckmandl und das helle Kellerbier Bischofshof Zoigl.

Bier mit Historie

Noch im 19. Jahrhundert war „Lagerbier” die Bezeichnung für alle untergärigen Vollbiere, die mit einem Stammwürzegehalt von elf bis 14 Prozent eingebraut wurden. In England hat sich dieser Name bis heute so erhalten. Der Alkoholgehalt bewegt sich nach dem Brauprozess zwischen 4,6 und 5,6 Prozent. In Deutschland hat sich der Begriff „Lagerbier” dagegen eingeschränkt. Er gilt heute meist nur noch für untergärige Biere, die unter zwölf Prozent Stammwürze haben und zum anderen nicht der stark gehopften Richtung „Pilsener” angehören.


Helle Lagerbiere haben einen Alkoholgehalt von 4,6 bis 5,6 Prozent. Helles Exportbier hat etwa 65 Kilokalorien (275 kJ) auf 0,1 Liter. Helle Lagerbiere sind etwas weniger stark gehopft und schmecken ein wenig süß. Sie sind blank gefiltert und meist von hellgelber Farbe – daher die Bezeichnung „Helles”. Gebraut werden diese Biere vor allem in Bayern und Baden-Württemberg.

Untergäriges Bier braucht für den Brauvorgang besonders niedrige Temperaturen. Im Voralpenland gab es den ganzen Winter über genügend Natur-Eis, um Lagerbier herstellen zu können. Das Bier lagerte den Sommer über in Felsstollen und reifte aus, um dann im Herbst getrunken zu werden.