Weichenstellung für die Zukunft: Bischofshof am Dom ab 1. Oktober 2019 unter neuer Führung

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Foto: H.C. Wagner

Betreiberwechsel in der Regensburger Gastronomie-Institution: Nach mehr als drei Jahrzehnten verabschieden sich Monika und Herbert Schmalhofer vom Bischofshof am Dom. Künftig wird die Brauerei Bischofshof mit einer Tochtergesellschaft das gastronomische Herzstück der Brauerei selbst führen.

Regensburg — Es ist das Ende einer Ära: 34 Jahre lang lebten Monika und Herbert Schmalhofer den „Bischofshof am Dom“. Der 30. September wird ihr letzter Arbeitstag an der Spitze des Gastronomie- und Hotelbetriebs neben dem Regensburger Dom. Dann geht das Ehepaar offiziell in den Ruhestand. „Dass der Bischofshof unzertrennlich zur Visitenkarte unserer Stadt und auch unseres Unternehmens gehört, das ist das Verdienst der Familie Schmalhofer“, würdigte Bischofshof-Brauereidirektor Hermann Goß die Leistung im Rahmen eines Pressegesprächs. Ab 1. Oktober 2019 werde die Brauerei das gastronomische Herzstück mit der neuen Gastro Service GmbH selbst führen, kündigte Goß an.

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Foto: Bischofshof am Dom

Im Schatten der Domtürme liegen die Ursprünge der Brauerei

Der „Bischofshof am Dom“ ist für die Brauerei ein besonderer Ort: Im Jahre 1649 begann dort, direkt an und über der Porta Praetoria, die Geschichte der Brauerei. Mehr als 250 Jahre lang – bis 1910 – war das heutige Areal des „Bischofshofs am Dom“ Heimat der Bischofshof-Bierbrauer. Die symbolische Bedeutung des Orts sei ein wichtiger Beweggrund gewesen, das Haus am Dom künftig in eigener Regie zu betreiben und die Weichen für die Zukunft zu stellen, so Goß. Bischofshof habe nach Worten Goß’ eine eigene „Gastro Service GmbH“ gegründet, um die Gastronomiesparte neu auszurichten. Unter diesem neuen Dach führt die Brauerei künftig den „Bischofshof am Dom“.

Brauereidirektor Goß: „Wir wollen die Erfolgsgeschichte fortsetzen“

Neuer Geschäftsführer des „Bischofshof am Dom“ – ein Betrieb mit rund 85 Mitarbeitern – wird der 56-jährige Eric Hagelstein. Er stammt aus Bonn, verfügt über umfangreiche Erfahrung im gehobenen Gastronomie- und Hotelgeschäft, war zuletzt als Prokurist der Porta Gaststätten-Gruppe tätig. „Wir wollen im besten Haus am Platz die Erfolgsgeschichte fortsetzen, die das Ehepaar Schmalhofer in den letzten drei Jahrzehnten geschrieben hat“, sagte Brauereidirektor Goß.

Heute einer der besten Adressen Regensburgs

Goß ist überzeugt: Profitieren wird das Haus auch künftig vom hervorragenden Ruf weit über die Grenzen der Stadt hinaus. „Der Bischofshof am Dom steht heute glänzend da“, so Goß. Das sei vor allem das Verdienst von Monika und Herbert Schmalhofer. Sie übernahmen den Bischofshof im Jahr 1986. Der Brauereidirektor erinnerte daran, dass das damals ein persönliches Wagnis und eine große unternehmerische Herausforderung gewesen sei.

Im Bischofshof am Dom habe ich gelernt, wie aus Gästen Freunde werden.

„Ganz selten gibt es in dieser Branche Pächter, die eine solch lange Zeit durchhalten und mit Freude und Herzblut in diesem nicht immer leichten Metier arbeiten“, sagte Goß. Die Schmalhofers haben das Haus am Dom nach seinen Worten zu einem hochwertigen und angesehenen Gastronomie- und Hotelbetrieb ausgebaut. „Durch das professionelle Engagement, Qualität und Service hat sich der Bischofshof zu einer der besten Regensburger Adressen und auch zum Ehrenpreissieger ‚Wettbewerb Bayerische Küche‘ entwickelt“, betonte der Brauereidirektor. Es sei etwas sehr Besonderes, dieses hohe kulinarische Niveau über so viele Jahre zu halten, ja sogar immer noch ein bisschen zu steigern. Monika und Herbert Schmalhofer werden diesen hohen Anspruch in den verbleibenden rund acht Monaten konsequent weiter leben: „Wir tun alles, um im September auf eine besondere Zeit zurückblicken zu können“, sagen sie. Ihre Tochter Stephanie Birnthaler ergänzt: „Im Bischofshof am Dom habe ich gelernt, wie aus Gästen Freunde werden.“

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Foto: H.C. Wagner

Gelebtes Stück Regensburger Gastlichkeit mit großer Geschichte

Hermann Goß erinnerte daran, dass die Schmalhofers in den letzten drei Jahrzehnten neben vielen „weltlichen“ Prominenten einen Papst und drei Bischöfe begrüßt, bekocht und bewirtet hätten. Kardinal Josef Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., war in seiner Regensburger Zeit Stammgast in den Gasträumen am Dom — und ließ sich sogar bei seinem Regensburg-Besuch 2006 von seinem Lieblingskoch Herbert Schmalhofer bekochen und von Monika Schmalhofer bewirten. Heute gelte das Haus als „Filetstück“ gehobener Regensburger Gastronomie und Hotellerie und habe sich dank der Betreiberfamilie national und international bei Prominenz aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur einen glänzenden Namen und Ruf erarbeitet, so Goß.

„Stammgäste, Freunde, Familie, ein gutes Team, zahlreiche Wegbegleiter und Gäste aus aller Welt haben mit dazu beigetragen, was dieses Haus mit Euch als Gastgeber heute ist: ein liebevoll gehegtes und gelebtes Stück Regensburger Gastlichkeit mit großer Geschichte“, sagte der Brauereidirektor bei der Würdigung von Herbert und Monika Schmalhofer.

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